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  • Gigaset festigt führende Marktposition und schließt Ausrichtung auf Telekommunikationsgeschäft ab

Gigaset festigt führende Marktposition und schließt Ausrichtung auf Telekommunikationsgeschäft ab

  • Trotz anhaltendem Marktrückgang führende Marktposition im Kerngeschäft erhärtet.
  • Konzentration auf Telekommunikationsgeschäft mit Verkauf von SME vollendet.
  • Konzernumsatz aus fortzuführendem Geschäft im ersten Quartal bei EUR 65,0 Mio. (Q 1 2013: EUR 86,7 Mio.).
  • EBITDA aus fortzuführendem Geschäft im ersten Quartal bei EUR minus 7,6 Mio. (Q1 2013: EUR 4,6 Mio.).
  • Neue Komponenten und Leistungsmerkmale für Gigaset elements und eigenes Ecosystem zur Vernetzung verschiedener Produktkategorien auf der CeBIT angekündigt.
  • CEO Charles Fränkl: „Der Umbau des Unternehmens bleibt nach wie vor zwingend notwendig und schreitet voran. Wie die Ankündigungen zur CeBIT gezeigt haben, erweitern wir sowohl unser Portfolio im Kerngeschäft als auch unsere neuen Produktlinien, um künftig wieder profitabel zu wachsen.“

München, 22. Mai 2014. Trotz eines weiter rückläufigen Markts im Kerngeschäft Schnurlostelefone konnte Gigaset seine Marktanteile in Europa im ersten Quartal 2014 insgesamt um 1 Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr hinsichtlich der verkauften Einheiten steigern. Der Gesamtmarkt für Schnurlostelefone in Europa ging in den Monaten Januar bis März 2014, gemessen an den Umsätzen, weiter um knapp 13 Prozent in den von Gigaset beobachteten Märkten zurück. Dieses Bild zeigte sich dabei in fast allen betrachteten Märkten.

Im Januar gab die Gigaset AG den Verkauf der SM Electronic bekannt. Damit veräußerte das Unternehmen das letzte Geschäftsfeld, das im Zuge der strategischen Neuausrichtung und dem damit einhergehenden Wandel vom Beteiligungs- zum reinen Telekommunikationsunternehmen als nicht fortzuführend identifiziert worden war.

Im Wesentlichen aufgrund des anhaltenden Marktrückgangs fiel der Umsatz der Gigaset Gruppe im fortzuführenden Geschäft von EUR 86,7 auf  EUR 65,0 Millionen im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Zum Umsatzrückgang trug zudem der Ausstieg aus, beziehungsweise die Umstellung von Vertriebsmodellen in einigen nicht profitablen Ländern bei. Diese Veränderungen sollen aber mittelfristig der Profitabilität zugute kommen. Das EBITDA betrug im ersten Quartal des Jahres folglich minus EUR 7,6 Millionen im Vergleich zu EUR 4,6 Millionen im Vorjahr. Darin enthalten sind EUR 1,6 Millionen  Wechselkurseffekte, die ebenfalls negativ auf das Ergebnis eingewirkt haben.

Gigaset-CEO Charles Fränkl sagt: „Der Umbau des Unternehmens bleibt nach wie vor zwingend notwendig und schreitet voran. Wie die Ankündigungen zur CeBIT gezeigt haben, erweitern wir sowohl unser Portfolio im Kerngeschäft als auch unsere neuen Produktlinien, um künftig wieder profitabel zu wachsen. Das zur Bilanzpressekonferenz angekündigte Effizienzprogramm in Höhe von EUR 17,5 Millionen, das bereits bis September erreicht sein soll, wird unsere Profitabilität wieder verbessern. Die erfolgreiche Platzierung der Kapitalmaßnahmen hat unsere Kapitalbasis im vergangenen Jahr maßgeblich gestärkt. Allerdings sind weitere Finanzierungsschritte erforderlich.“

Zur CeBIT 2014 hatte Gigaset unter anderem eine Kamera, intelligente Steckdosen und Rauchmelder für Gigaset elements, das System für ein vernetztes Zu Hause angekündigt. Zudem hatte das Unternehmen seinen Weg zu einem eigenen Ecosystem erläutert. Über das inzwischen geschaffene Cloud-System sollen künftig die angebotenen Produktkategorien zunehmend miteinander vernetzt werden.

Die Zahlen der Gigaset AG im ersten Quartal 2014, fortzuführendes Geschäft:

  • Konzernumsatz: EUR 65,0 Mio. (Q1/2013: EUR 86,7 Mio.)
  • EBITDA: EUR minus 7,6  Mio. (Q1/2013: EUR 4,6 Mio.)
  • Konzernfehlbetrag: EUR minus 12,2 EUR (Q1/2013: minus EUR 3,3 Mio.)
  • Free Cash Flow: EUR minus 28,0 Mio. (Q1/2013: EUR minus 23,9 Mio.)

Wie bereits angekündigt konkretisiert das Management derzeit weitere Finanzierungsschritte, um die Wachstumsziele der neuen Geschäftsfelder und den weiteren Umbau der Gesellschaft zu finanzieren. Dafür haben sich die generellen Rahmenbedingungen durch den Einstieg der Goldin Gruppe maßgeblich verbessert. Der Konsortialkredit soll durch kostengünstigere Finanzierungsinstrumente ersetzt werden. Im Zuge dessen wurde mit den Banken eine vorübergehende Stundung des erwartungsgemäß zum 30.04.2014 fällig gestellten Konsortialkredits zunächst bis Ende Mai 2014 vereinbart. Die Gigaset Gruppe befindet sich im konstruktiven Dialog mit den Konsortialbanken, um den weiteren Weg abzustimmen.

Ausblick bestätigt
Die Gigaset AG hält weiter an ihrem am 26. März 2014 zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2013 gegebenen Ausblick fest: Die notwendigen Maßnahmen für langfristiges Wachstum wurden im Jahr 2012 eingeleitet. Um der anhaltend schwierigen Entwicklung des Kernmarktes zu begegnen, sind auch weiterhin Investitionen in den Aufbau neuer zukunftsträchtiger Geschäftsfelder und Produktgruppen nötig. 2014 werden die neuen Geschäftsfelder zusätzliche Umsatzbeiträge liefern, die jedoch den marktbedingten Rückgang bei Schnurlostelefonen noch nicht vollständig kompensieren können. Die Gigaset erwartet daher für das laufende Geschäftsjahr in den Geschäftsfeldern Consumer Products, Business Customers und Home Networks (ohne Tablets und Mobile):

  • Einen rückläufigen Umsatz im fortzuführenden Geschäft im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
  • Ein gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich verbessertes positives EBITDA und eine EBITDA-Marge im oberen einstelligen Prozentbereich aufgrund der zu erwartenden positiven Einflüsse der Effizienzprogramme.
  • Einen negativen Free Cash Flow im niedrigen zweistelligen Millionenbereich unter anderem aufgrund der notwendigen Investitionen in den weiteren Aufbau der neuen Geschäftsfelder und den Umbau der Gesellschaft.

Darüber hinaus erwartet die Gigaset zusätzliche Umsätze aus dem Tablet- und Smartphone-Geschäft, die sich jedoch aufgrund der frühen Phase, in der sich die gemeinsamen Aktivitäten mit Goldin Fund Pte. Ltd., Singapur, derzeit noch befinden, schwer prognostizieren lassen. 

Überblick über die Entwicklung der Geschäftsbereiche

Consumer Products 
Die Vertriebsstrategie von Gigaset zielt weiter darauf ab, das Preispremium der Marke Gigaset am Markt zu behaupten und die Marktanteile im europäischen Raum weiter auszubauen. In einem insgesamt schwierigen Handels- und Operator-Umfeld konnte sich Gigaset erneut in ihren Kernmärkten gegenüber den Wettbewerbern behaupten. Dazu beigetragen hat insbesondere die Teilnahme an großen Ausschreibungen von Retailern und Telekommunikationsanbietern. Die Entwicklung in den Regionen und jeweiligen Ländern verlief dabei unterschiedlich. Gigaset konnte eine führende Marktposition in Europa und Deutschland gemessen an den verkauften Einheiten halten.  Auf der Fachbesuchermesse CeBIT 2014 wurden neue Highlights aus allen Bereichen der Gigaset vorgestellt. So stellte das Unternehmen die beiden neuen Bluetooth Headsets ZX530 und ZX830 vor. Eine weitere Neuheit stellte das Design-DECT-Telefon Dune dar, das im Mai in den Handel kommen soll. Auf dem weiteren Weg zu einem Gigaset einheitlichen Ecosystem, welches künftig das gesamte Hardware-Portfolio von Gigaset über die Cloud miteinander vernetzen soll, kündigte Gigaset die Applikation „Gigaset Go“ an. Diese soll den automatischen und reibungslosen Datenaustausch, wie zum Beispiel das Telefonbuch, zwischen unterschiedlichen Gigaset Geräten erleichtern. Des Weiteren bekräftigte Gigaset auf der CeBIT seine Absicht, noch im Jahr 2014 ein Smartphone auf den Markt bringen zu wollen.

Business Customers
Das Eigengeschäft unter der Marke „Gigaset pro“ konnte im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahr leicht ausgebaut werden. Insbesondere die Regionen Frankreich und Niederlande trugen zum Wachstum bei. Insgesamt war der Umsatz gegenüber Vorjahresquartal jedoch leicht rückläufig aufgrund eines sich schlechter entwickelnden Geschäfts mit kundenspezifischen Produkten unter der Marke des Auftraggebers. Im ersten Quartal 2014 konnten mit Netzbetreibern wichtige Kooperationen geschlossen werden, die bereits zu ersten Umsätzen geführt haben. Die Anzahl der besonders loyalen Silber- und Goldpartner in den Vertriebsregionen wurde weiter gesteigert. Der Funktionsumfang der Multizellenlösung N720 IP Pro wurde durch ein Software-Update verbessert, so dass das System nun auch hinter Broadsoft-Anlagen komfortabel betrieben werden kann. Auf der CeBIT präsentierte der Bereich das innovative Geschäftskundentelefon Maxwell, welches mit einem 10“-Touch-Screen ausgestattet ist und ganz ohne Tasten auskommt.

Home Networks
Im September 2013 hatte Gigaset mit dem Vertrieb der starter kits von „Gigaset elements“ über das deutsche Fachhandelsnetz sowie den Onlinehandel in Deutschland und kurz darauf auch in Frankreich begonnen. Seit April ist das System auch in der Schweiz, in Österreich, in Holland und in Schweden erhältlich. Das im Jahr 2013 eingeführte „safety starter kit“ ist die Grundlage für die vielseitigen Möglichkeiten von „Gigaset elements“. Es besteht aus zwei intelligenten DECT-ULE-basierten Sensoren – dem Türsensor „door“ und dem Bewegungsmelder „motion“ – sowie der Basisstation „base“ und einer App für Smartphones. Hinter „Gigaset elements“ steht, als Schnittstelle zwischen Wohnung und Smartphone, eine intelligente, lernfähige und sichere Cloud. Das System ist modular erweiterbar. Eine Sirene und ein Fenstersensor werden inzwischen zum Nachrüsten ebenfalls angeboten. Auf der CeBIT kündigte Gigaset im März an, das Hardware-Portfolio erneut zu erweitern. 2014 sollen eine intelligente Steckdose, ein intelligenter Rauchmelder und eine Kamera an den Markt gebracht werden. Ferner soll auch die zentrale Softwareplattform in der Cloud mit neuen Funktionalitäten ausgestattet werden. Um die Segmente Energy und Care adressieren zu können, soll das System lernfähig gemacht werden (Machine Learning). Zudem soll Gigaset elements eine offene Schnittstelle (open API) erhalten, die den Anschluss von Partnern erleichtern soll.

Mobile Products
Im Dezember 2013 hat Gigaset den schnell wachsenden Markt für Tablets mit zwei neuen Android-basierten Modellen im 8‘‘ und 10,1‘‘ Format betreten. Damit wurde der nächste Schritt in der Erweiterung der Strategie „Gigaset 2015“ vollzogen. Schwerpunkt für die Markteinführung war zunächst Deutschland, aber auch die anderen europäischen Länder nahmen den Vertrieb der Tablets auf. Ziel ist es, mit den neu eingeführten Tablets den Kunden das gewohnte Gigaset Premiumversprechen zu erstklassigen Preisen anzubieten. Im ersten Quartal konnte das Vertriebsnetz für Tablets weiter ausgebaut werden. Zahlreiche Verträge mit bestehenden aber auch mit neuen paneuropäischen Resale-Partnern konnten geschlossen werden.


Die Gigaset AG, München, ist ein international agierendes Unternehmen im Bereich der Kommunikationstechnologie. Die Gesellschaft ist Europas Marktführer bei DECT-Telefonen. Weltweit rangiert der Premiumanbieter mit etwa 1.400 Mitarbeitern und Vertriebsaktivitäten in circa 70 Ländern ebenfalls an führender Stelle.

Die Gigaset AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse notiert und unterliegt damit den höchsten Transparenzanforderungen. Die Aktien werden an der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol GGS (ISIN: DE0005156004) gehandelt.

Kontakt:
Gigaset AG
Corporate Communications & Investor Relations
Stefan Zuber  
Tel.: +49 (0)89 444456-866  
E-Mail: info.presse@gigaset.com

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